Publikationen

Hier stelle ich Ihnen eine Auswahl meiner Veröffentlichungen zu verschiedenen Themen der Zahnmedizin vor.

Ernährung und Essgewohnheiten sind hochaktuelle Themen, die in der Diskussion um sogenannte  "Lifestyle"-Themen ihren Platz finden. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Ernährung nicht nur Erkrankungen wie z.B. Diabetes (Typ 2) oder Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose) beeinflusst, sondern sich auch auf die Mundgesundheit auswirken kann und damit mit der Zahngesundheit korreliert.

Das Konzept der invasiven nichtchirurgischen Parodontaltherapie gemäß Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses erfasst die Effekte gingivaler Heilung nicht und schätzt das Ausmaß der Parodontalerkrankung und den Therapiebedarf systematisch eher zu hoch ein. Die konsekutive Überversorgung geht mit dem Verlust an klinischem Attachment einher. Daher ist es an der Zeit, auch bei nichtchirurgischem Vorgehen Minimalinvasivität zu realisieren.

Der S3-Leitlinie der European Federation of Periodontology ist in der Anpassung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie zu entnehmen, dass eine regenerative Therapie bei entsprechender Indikation in der dritten Therapiephase durchgeführt werden soll. Unter anderem ist der Einsatz eines Schmelzmatrixproteinderivates (EMD) eine dieser Therapiemöglichkeiten. Eine Anwendung in Kombination mit einer Reinstrumentierung von Resttaschen ist hier ebenfalls möglich. Es stellt sich die Frage, ob die sogenannte flapless-Anwendung mit Schmelzmatrixproteinderivaten vor dem Hintergrund des deutschen Delegationsrahmens als zahnärztliche Leistung an die Dentalhygiene delegiert werden kann. Eine Literaturrecherche, die sich auf die beschriebene Vorgehensweise des Methodikteils von neun Studien konzentriert und zusammenfasst sowie die Nomenklatur der Interventionen finden in diesem Beitrag Berücksichtigung. Abschließend sind Abrechnungspositionen und Delegationsrahmen miteinander in Verbindung zu bringen.

Trotz des medizinischen Fortschritts ist es bislang nicht gelungen, die Anzahl von Frühgeburten und Geburten mit niedrigem
Geburtsgewicht zu reduzieren. Gegenstand klinischer Studien auf der Suche nach Risikofaktoren sind Übergewicht, Rauchen und Alkoholgenuss, ethnische oder sozial-ökonomische Zugehörigkeit, Bildungsgrad, familiäre Verhältnisse, genetische Faktoren und Infektionen. Auch die Parodontitis ist als möglicher Risikofaktor in den Fokus geraten. Die Identifizierung von parodontalen Entzündungen als möglicher kausaler Faktor für die Auslösung negativer Schwangerschaftsverläufe hat großes
interdisziplinäres Potenzial und kann zur Einsicht beitragen, dass zahnmedizinischem Fachpersonal wichtige prophylaktische Aufgaben auch aus dieser Perspektive übertragen werden sollten.
 

Die World Health Organization (WHO) erklärte im März 2020 die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus zur Pandemie. So äußerte der Generaldirektor der WHO am 11. März 2020: „This is the first pandemic caused by a corona virus“. Infolgedessen sollten nur dringend notwendige Behandlungen in den Zahnarztpraxen durchgeführt werden. Diese Empfehlung wurde jedoch nach kurzer Zeit wieder zurückgezogen. Das Ziel dieser Übersichtsarbeit ist, die Systemrelevanz der Zahnheilkunde angesichts der Bedeutung der Mundgesundheit in der pandemischen Situation darzustellen. Es zeigte sich, dass bei kompromittierter parodontaler Gesundheit häufiger COVID-19-assoziierte Komplikationen auftraten als bei gesundem parodontalen Zustand. Dies ließ sich auch unabhängig von Vorerkrankungen nachweisen, was verdeutlicht, dass die Parodontitis als alleiniges Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung gesehen werden kann. Deshalb erscheint die Etablierung oder Aufrechterhaltung einer guten Mundhygiene – insbesondere in Zeiten der Pandemie – wichtiger denn je.

Seit Langem wird der Zusammenhang zwischen einer Diabeteserkrankung und dem Fortschreiten der Parodontitis diskutiert. Bei Diabetikern wird eine verstärkte parodontale Gewebedestruktion beobachtet, der durchschnittliche klinische Attachmentverlust ist signifikant erhöht. Ebenso erscheint die Regenerationsfähigkeit des Gewebes reduziert, sodass häufiger eine unvollständige Ausheilung der parodontalen Entzündung oder gar komplette Misserfolge der Therapie auftreten (Grossi und Genco, 1998). Insgesamt sind einige Korrelationen zwischen Diabetes und Parodontitis sowie Auswirkungen der Parodontitistherapie auf den Diabetes zu beachten. Daraus resultieren verschiedene Besonderheiten bei der Betreuung dieser Patienten in der Praxis.
 

Eine Ursache für die Diskussion, ob die Fluoridapplikation ihre Berechtigung in der Prävention haben sollte, ist, dass Publikationen die toxikologischen Auswirkungen von Fluoriden auf den menschlichen Organismus aus In-vivo und In-vitro Studien vermuten lassen. Ziel dieses zweiteiligen Fachartikels ist es, aus einer Pletora von Argumenten der Fluoridgegner dem Vorwurf der Neurotoxizität und der damit verbundenen Intelligenzminderung durch Fluoride in Form einer systematischen Literaturrecherche nachzugehen. 

Im ersten Teil des Artikels wurde eine Einführung in das Thema gegeben und die Systematik der Literaturrecherche sowie deren Ergebnisse dargestellt. Im zweiten Teil werden die Ergebnisse diskutiert und das Fazit gezogen. So soll das zahnmedizinische Prophylaxepersonal in die Lage versetzt werden, kompetent auf die Argumente der Fluoridgegner einzugehen. Ziel dieses zweiteiligen Beitrags ist, zu zeigen, ob sich in der wissenschaftlichen Literatur der Verdacht, dass Fluoride aus Zahnpflegeprodukten durch ihre potenzielle Neurotoxizität zur Intelligenzminderung von Kindern führen können, bestätigen oder widerlegen lässt.

Im Verlangen nach einer biologisch fundierten, kausal ausgerichteten Therapie der Parodontitis als multifaktoriell verursachte, bakterielle, chronische Infektionserkrankung bedarf es einer die Ursachen ergründenden und Symptome dokumentierenden Diagnostik und Befundung. Unsere sich vertiefende Erkenntnis um die Biofilmbildung, -struktur und -reifung sowie die vielfältigen Kommunikationsstrategien der Bakterien eröffnet uns Perspektiven einer Beeinflussung, sprich eines Managements des ätiologisch relevanten Faktors Biofilm. Der Beitrag stellt Aspekte des aktuellen Kenntnisstandes zum Thema dar und geht auf die sich daraus ergebenden Fragen zu einem biologisch
fundierten parodontalen Therapiekonzept ein.

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